„neu/wagen“: Produktion nachhaltiger ausrichten

Von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Lüdersen. Die deutlich angestiegenen Energiepreise, aber auch die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zur Marktpositionierung erfordern eine kontinuierliche Veränderung, Optimierung und/ oder Transformation von Produktionsprozessen und Energiewandlungsprozessen. Diese Transformation hin zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Herstellung von Automobilkomponenten bedeutet große Umbrüche in den Produktionsprozessen, der notwendigen Infrastruktur und der Unternehmenskultur. Die erforderlichen nachhaltigen Transformationsprozesse in der Prozesstechnik und Energietechnik sind die Arbeitsschwerpunkte des Instituts für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz (IVEK) und des Forschungszentrums Energie-Mobilität-Prozesse (FZ EMP), die beide an der Hochschule Hannover angesiedelt sind und unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing Ulrich Lüdersen arbeiten.

Kernelemente der Transformation sind neben sozialen und ökonomischen Aspekten die Integration von regenerativen Energieformen, wie zum Beispiel Solarenergie, Windkraft, Wasserstoff oder andere nachhaltige Energieträger und systemangepasste Speichertechnologien in Produktionsprozesse und zur Gebäudeversorgung sowie die Reduktion des Carbon Footprint.

 

Im Rahmen des Projektes „neu/wagen“, „Transformationsnetzwerk zur Digitalisierung und nachhaltigen Entwicklung der Automobilindustrie in der Region Hannover/Hildesheim (TraDinAHH)“, leitet das Institut für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz den Arbeitskreis „ökologisch und sozial
nachhaltige Produktion“. Der Arbeitskreis stellt eine Plattform für Unternehmen dar, um Optimierungen und Transformationen im Kontext der Nachhaltigkeit zu erarbeiten und sich interdisziplinär auszutauschen. Im Rahmen der Arbeitskreise finden Diskussionen, Projektentwicklungen, ein Austausch zu Best-Practices und potentiellen Geschäftsmodellen auf Basis einer ökologisch
und sozial nachhaltigen Produktion statt. Weiterhin sollen die für einen erfolgreichen Transformationsprozess notwendigen Kompetenzen und Qualifikationsanforderungen an Mitarbeitende der Automobil- und Zulieferindustrie definiert und abgeleitet werden. Der Arbeitskreis stellt einen Inkubator für die Entwicklung innovativer Materialien, Prozesse und Produkte dar.

Unser Experte:

 

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Lüdersen ist Leiter des Instituts für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz (IVEK) und des Forschungszentrums Energie-Mobilität-Prozesse (EMP) an der Hochschule Hannover. Im Rahmen des Automotive-Transformationsnetzwerks „neu/wagen“ für Unternehmen der Fahrzeug- und Zuliefererindustrie in der Region Hannover/Hildesheim führt Lüdersen den Arbeitskreis „Nachhaltige Produktion".
Interessierte Unternehmen sind zur Teilnahme an diesem sowie den weiteren Arbeitskreisen „CO2-neutrale Mobilität“, „Kreislaufwirtschaft“ und „hybride Geschäftsmodelle“ eingeladen.