Volksbank Solling: "Stark für die Region"

Wollen die Volksbank im Solling in eine noch erfolgreichere Zukunft führen: Daniel Scholz, Dirk Hesse und Klaus-Uwe Fischer (v.l.)

Eine gewachsene Bilanzsumme, gestiegene Kundeneinlagen und Mitgliederzahlen, Kontinuität bei Kreditvolumen und Jahresüberschuss und mit dem Generalbevollmächtigten Daniel Scholz eine Erweiterung der Führungsriege - das waren die Themen, die der Vorstand der Volksbank Solling eG am Dienstag präsentierte. Um über neun Prozent auf nun 347 Millionen Euro sei die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank mit Sitz in Hardegsen im vergangenen Jahr gestiegen. Im selben Zeitraum seien die Kundeneinlagen um rund 6,3 Prozent auf 267 Millionen Euro angewachsen, so die beiden Vorstände Klaus-Uwe Fischer und Dirk Hesse bei der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen.

Auch das Eigenkapital konnten das regionale Institut steigern, es beträgt nun 30 Millionen Euro - davon vier Millionen im Fonds für allgemeine Bankrisiken. Immerhin auf Vorjahresniveau konnte das Kundenkreditvolumen von 125 Millionen Euro gehalten werden. Die 1.060 bearbeiteten Kreditanträge mit 23 Millionen Euro neu zugesagten Darlehen glichen die Tilgungen durch die Kunden vollständig aus. Auch das Betriebsergebnis mit rund drei Millionen Euro und der Jahresüberschuss mit 1,3 Millionen Euro bewegen sich auf Vorjahresniveau. Er gehe davon aus, dass die Vertreterversammlung Ende Juni erneut eine Dividende in Höhe von 6,5 Prozent beschließen werde, so Hesse.

 

Gestiegen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Zahl der Mitglieder. 12.293 der 25.665 Kunden haben einen Anteil an der Genossenschaftsbank gezeichnet - 361 mehr als im Vorjahr. Eine Entwicklung, die Marketingleiterin Rosemarie Bertram auch auf das „Jahr der Genossenschaften“ zurückführt, das 2012 die genossenschaftliche Idee einer breiteren Öffentlichkeit bekanntgemacht hat. Nicht nur im Bankenwesen, sondern auch in vielen Teilen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens habe sich die Genossenschaft als moderne Unternehmensform etabliert, so Bertram, und verweist als Beispiel auf die Neugründung der „Bürgergenossenschaft Uslarer Badeland“ im Mai 2012. Hierbei wie auch bei vielen weiteren Initiativen im Geschäftsgebiet habe sich die Volksbank im vergangenen Jahr mit über 64.000 Euro an Spenden beteiligt. Einen weiteren Schwerpunkt setzte das Kreditinstitut im Bereich der Ausbildung. Im Rahmen des Projektes „SchulBetrieb“ wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Gymnasium Uslar geschlossen, innerhalb des Projektes „Spotlight - Das Jobkino“ wirbt die Volksbank gemeinsam mit vielen anderen Betrieben Südniedersachsens für das attraktive Ausbildungsangebot in der Region.

 

Im neuen Jahr will die Geschäftsleitung vor allem an einer noch engeren Bindung zu den 101 Mitarbeitern sowie zu Mitgliedern und Kunden arbeiten. „Unser Ziel ist es, dass die genossenschaftliche Philosophie und die regionale Verbundenheit unserer Bank noch mehr als bisher spürbar wird“, so Fischer. Dabei soll auch die Verstärkung durch Scholz helfen. Als Generalbevollmächtigter gehört er neben Hesse und Fischer gleichberechtigt zur Geschäftsleitung, die Berufung zum Vorstand ist innerhalb eines Jahres vorgesehen.

 

Erschienen im Göttinger WirtschaftsDienst am 23. Januar 2013.

Autor: Andreas Bosk

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