Raimund Nowak
GÖTTINGEN. „Tempo machen für eine neue Metropolregion“, so lautet der Titel, den Raimund Nowak seinem Aufsatz gegeben hat. Der Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH liefert darin Anmerkungen zum aktuellen Stand, knapp ein Jahr nach dem Neustart der Metropolregion als GmbH. „Realistisch und nüchtern“ will er Bilanz ziehen und aufzeigen, was mit welchen Mitteln erreicht wurde. Geschriebn hat Nowak den Beitrag unter anderem für den Deutschen Städtetag, über die Inter- netseite der Metropolregion steht er als Download zur Verfügung.
Im Lichte der zunehmenden Bedeutung von Metropolregionen, sei es die richtige Entscheidung gewesen, im Juni 2009 mit der Gründung der GmbH den Neustart zu wagen. Vor allem die Erfolge mit den Projekten Kompetenzregion E-Mobilität oder der Antenne Métropole seien dafür deutliches Zeichen. Das resümiert Nowak in einem Gespräch mit dem Göttinger WirstchaftsDienst. Vier Jahre waren bis zu diesem Zeitpunkt seit der offiziellen Anerkennung als Metropolregion von europäischer Bedeutung durch die Ministerkonferenz für Raumordnung vergangen. Nach der Neuorgansiation gelte nun: „Tempo machen“. Bei der nächsten Metropolversammlung, die am 10. September 2010 in Braunschweig stattfindet, gehe es darum, die „Fast forward-Taste“ zu drücken und Begonnens voran zu treiben.
Als ein anzugehendes Grundlagenthema führt Nowak das Selbstbewusstsein der Metropolregion auf sowie das Weitertragen des Metropolregion-Gedankens. Vorbilder seien hier gefragt: „Interessante Menschen, die dafür einstehen.“ Nicht nur der Kommunalpolitik, auch der Wirtschaft komme dabei eine große Bedeutung zu: „Große und international agierende Firmen, die sich regional engagieren, nehmen eine Vorreiterrolle ein“, betont Nowak. Für sie sei im Gegenzug der Werbebegriff der Metropolregion im Wettbewerb um Arbeitskräfte vorteilhaft. Dank der gebotenen Vielfalt könne er langfristig mehr Strahlkraft entwickeln als eine einzelne Stadt.
Eine Bestandsaufnahem müsse laut Nowak auch einen Blick auf die finanzielle Ausstattung werfen – wenn auch bislang mit wenigen Mitteln ausgesprochen viel erreicht werden konnte. Relevant sei dies etwa beim Thema Außendarstellung. So sei es für die Zukunft wichtig, die Aufmerksamkeit für die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg zu steigern: „Erfolg lässt sich nicht kaufen“, so Nowak. „Aber Erfolg in Sachen Aufmerksamkeit lässt sich umsetzen.“ Auch kleineren Unternehmen soll in diesem Zuge ein Anreiz geboten werden, indem sie zielgerichtet einzelne Aktionen oder Projekte unterstützen können, die genau zu ihnen passen.
Raimund Nowak ist Leiter der Grundsatzabteilung der Landeshauptstadt Hannover. Die Tätigkeit als Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH übt er derzeit gemeinsam mit Matthias Bode, Leitender Baudirektor der Stadt Braunschweig, aus. Bode übernimmt ab September neue Aufgaben.