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"Ein echter Familienbetrieb": Lipphardt setzt auf Vielfalt im Metallhandwerk

Im Gespräch: Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (l.) und Metallbaumeister Frank LipphardtIm Gespräch: Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (l.) und Metallbaumeister Frank Lipphardt
© Göttinger WirtschaftsDienst

GÖTTINGEN. Die Firma Lipphardt Metallbau GmbH & Co.KG ist ein Allrounder im Göttinger Metallhandwerk. Dem Unternehmen stattete jetzt der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Wolfgang Meyer (SPD), zusammen mit Claudia Leuner-Haverich (Büro Wirtschaft und Wissenschaft) und Andreas Gliem, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, einen Besuch ab.

Wissenswertes über den Metallbau erklärt Frank Lipphardt auf einem Rundgang durch seinen Betrieb in der Benzstraße. "Genau das, was man sich unter einem echten Familienbetrieb vorstellt", bemerkt Meyer. In einer Fertigungshalle befinden sich sogar noch Maschinen, die bereits Frank Lipphardts Großvater Hermann Lipphardt bei der Gründung der Firma 1948 angeschafft hatte. Zu den Raritäten gehört beispielsweise eine Standbohrmaschine, die aber nur noch selten benutzt wird.

Die Firma Lipphardt sei nicht spezialisiert, sondern in vielen Sparten aktiv. "So sind wir das ganze Jahr gut aufgestellt", erklärt Frank Lipphardt. Aluminium, Kunststoff und Edelstahl werden verarbeitet - Fenster, Türen und Garagentore werden gebaut und montiert. Ein Schlüsseldienst ist zusätzlich an den Betrieb angegliedert. "Wir haben momentan eine Super-Auslastung", freut sich Lipphardt. Zuletzt wurden viele Arbeiten gefertigt, jetzt gäbe es viel zu montieren.

Die vielfältigen Arbeiten werden von 17 Angestellten, darunter vier Auszubildende, erledigt."Wir legen großen Wert darauf selbst auszubilden", so Lipphardt, ehemaliger Lehrlingswart der Metallhandwerkerinnung Südniedersachsen. Bei der Suche nach Auszubildenden habe er Glück, dass es viele Schulen in der Nachbarschaft gäbe. "Schulklassen kommen regelmäßig vorbei um das Handwerk hautnah zu erleben." Einige der Schüler hätten besonders großes Interesse gezeigt und seien so zu einem Ausbildungsplatz bei Lipphardt gekommen.

Seitdem gleich neben dem Betrieb ein Supermarkt eröffnet hat, komme auch häufiger Laufkundschaft vorbei, so Lipphardt. Der typische Kunde käme aus der Region Göttingen. Zum Beispiel werden zurzeit für eine örtliche Wohnungsbaugesellschaft Edelstahlrohre zu Fahrradbügeln gebogen. Da die Tagespreise bei Edelstahl enorm schwanken, wird bei günstigen Bedingungen das Lager bis zum Rand gefüllt. Viele Materialien und Produkte, wie zum Beispiel Stahlblechtüren, werden von Partnern zugekauft.

18. August 2010 / BL
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